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10 neue Definition(en)

Lebensdauer : Ausdrucken  Senden
Wohnungskatzen leben durchschnittlich 12-18 Jahre, viele werden auch über 20 Jahre alt. Freilaufende Katzen werden durchschnittlich 10 Jahre alt, bei ihnen ist die Unfallgefahr/ Erkrankungsgefahr höher (z.B. durch Unfälle im Straßenverkehr).


Frostschutzmittel : Ausdrucken  Senden
Frostschutzmittel ist GIFT für Katzen.

Symptome: Krämpfe, Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen, Koma, Tod

Gegenmaßnahmen: Wenn Sie absolut sicher sind, dass die Katze Frostschutzmittel geschluckt hat, bringen Sie die Katzen zum Erbrechen (siehe unter "Erbrechen herbeiführen") und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe.


Katzenfutter : Ausdrucken  Senden
Katzenfutter

Als Katzenfutter wird -zumeist industriell hergestellte - Tiernahrung bezeichnet, welche zur Ernährung von Hauskatzen vorgesehen ist. Das Futtermittel muss speziellen Anforderungen genügen.


Allgemeines

Als strikte Fleischfresser beziehen Katzen einen Großteil ihres Nährstoffbedarfs aus Quellen tierischer Herkunft. Ihr Stoffwechsel weist in diesem Zusammenhang einige Besonderheiten auf. Es besteht die Unfähigkeit, die pflanzliche Vorstufe des Vitamin A (beta-Karotin) in das funktionsfähige Vitamin A umzuwandeln. Die Aminosäuren Taurin, Methionin und Arginin sind für den Katzenorganismus essentiell. Es besteht außerdem ein hoher Bedarf an Nicotinsäure. Weibliche Katzen sind nicht in der Lage, Linolsäure in Arachidonsäure umzuwandeln. Durch hochaktive Enzymsysteme haben Katzen einen hohen Bedarf an Eiweiß. Zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels benötigen sie keine Kohlenhydrate, vielmehr kann Glukose über die Desaminierung spezieller Aminosäuren aus dem Futter gebildet werden.

Entsprechend ihres natürlichen Nahrungsverhaltens (Fangen kleiner Beutetiere) nehmen Katzen bei ständigem Angebot von Futter täglich 10 bis 20 mal Nahrung auf. Der tägliche Energiebedarf einer normalgroßen Hauskatze von knapp vier Kilogramm Gewicht beträgt etwa 300 kcal an umsetzbarer Energie. Auf starke Veränderungen der angebotenen Ration reagieren Katzen unberechenbar. Nahrungsverweigerungen über mehrere Tage sind hierbei recht häufig zu beobachten, wobei speziell bei adipösen Tieren die Gefahr eines Fettmobilisationssyndroms mit schwerwiegenden Stoffwechselstörungen besteht.

Industrielle Katzenfertigfuttermittel werden entweder als Trockenfutter oder als Feuchtfuttermittel angeboten. Sie unterscheiden sich im Wassergehalt. Dieser liegt bei den Trockenfuttermitteln im Bereich von 10 Prozent, während er bei Feuchtfuttermitteln um die 75 Prozent liegt. Daraus resultiert eine wesentlich höhere Energiedichte der Trockenfuttermittel, die folglich in wesentlich kleineren Rationen verfüttert werden müssen. Problematisch an Trockenfuttermitteln ist zudem die Tatsache, dass die bei Katzen ohnehin meist kaum ausreichende Wasseraufnahme noch mehr eingeschränkt wird und das Trockenfutter dem Körper zusätzlich Wasser entzieht.

Futterzusammensetzung:

Kohlenhydrate

Obwohl an sich keine Kohlenhydrate benötigt werden, sind sie doch den meisten Futtermitteln zugesetzt. Ihr Anteil beträgt bei Feuchtfuttern 0 bis 30 Prozent, Trockenfutter enthalten zwischen 30 und 60 Prozent. Den größten Anteil macht hierbei die Stärke aus. Daneben liegen auch unverdauliche Kohlenhydrate im Futter vor, welche als Ballaststoffe von Bedeutung sind. Hauptquelle der verdaulichen Kohlenhydrate sind verschiedene Zubereitungen von Mais, Reis, Weizen, Hafer, Gerste, Möhren, Melasse, Erbsen und Kartoffeln.

Die im Futter vorliegenden Faserstoffe werden aus Rübenschnitzeln, Reiskleie, Apfel- und Tomatentrester, Erdnußschalen, Zitrustrester, Hafer- und Weizenkleie sowie Zellulose gewonnen.

Fette

Bei Katzen ist der benötigte Anteil essentieller Fettsäuren zu beachten. Etwa 5 bis 7 Prozent der Energie des Futters soll hierbei durch Linolsäure gedeckt werden. 0,04 bis 0,1 Prozent der Energie soll auf Arachidonsäure entfallen. Am häufigsten sind Hühner- und Geflügelfette im Katzenfutter enthalten. Pflanzliche Fettquellen stellen Mais-, Saflor- und Sojaöl dar.Üblicherweise liegt der Fettanteil eines Katzenfutters zwischen 5 und 15 Prozent. Infolge der hohen Energiedichte der Fette enthält dieser Nahrungsbestandteil etwa 40 Prozent der Kalorien des Futters.

Proteine

Katzen benötigen wesentlich mehr Proteine als andere domestizierte Haussäugetiere. Experimentell wurde nachgewiesen, dass bei Jungkatzen ein befriedigendes Wachstum erst ab einem Proteingehalt möglich ist, der bei 30 Prozent der Trockensubstanz des Futters liegt. Für erwachsene Tiere liegt dieser Wert etwa bei 26 Prozent. Die in das Futter eingearbeiteten Proteine können sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs sein, wobei die tierischen Proteine als höherwertig eingestuft werden. Häufige tierische Proteinquellen sind: Rind, Huhn, Geflügelnebenprodukte, Geflügelmehl, getrocknete Eier, Fisch, Fischmehl, Fleischmehl, Knochenmehl und Fleischnebenprodukte.

Als "Nebenprodukte" werden Inhaltsstoffe bezeichnet, in die neben dem namensgebenden Hauptinhaltsstoff sekundäre Produkte beigefügt sind (als Geflügelnebenprodukte werden zum Beispiel die Kadaverteile geschlachteten Geflügels bezeichnet, wenn sie Knochen, Köpfe, Füße oder Eingeweide enthalten).

Als pflanzliche Proteinquellen werden verwendet: Maiskleber, Sojaprodukte, Luzernegrünmehl, getrocknete Bierhefe, Leinsamenmehl und Weizenkeime.

* Argininbedarf

Die Aminosäure Arginin ist für Katzen lebenslang essentiell, da sie vom Organismus nicht in ausreichendem Maße synthetisiert werden kann. Neben ihrer Bedeutung für die Neubildung von Proteinen ist sie ein unentbehrlicher Bestandteil des Harnstoffzyklus, der bei Katzen infolge der mit der hohen Proteinverwertung anfallenden großen Menge an Ammoniak ein besonders wichtiger Stoffwechselweg ist. Bereits auf eine einzige argininfreie Mahlzeit reagiert der Katzenorganismus mit einer schweren Hyperammonämie, die über die Symptome Erbrechen, Ataxie, Hyperästhesie und tetanische Krämpfe bis hin zum Koma und Tod führen können. Der Argininbedarf einer jungen Katze beträgt 1,1 Prozent der Trockensubstanz des Futters.

* Taurinbedarf

Katzen sind nur zur Synthese kleiner Mengen an Taurin in der Lage. Diese niedrige de-novo-Synthese ist auch für Menschen, einige Affenarten, Kaninchen und Meerschweinchen bekannt. Dass es bei diesen Arten nicht zu einem Mangel kommt, liegt in ihrem vergleichsweise niedrigen Bedarf begründet. Katzen benötigen infolge der Tatsache, dass ihre Gallensalze ausschließlich mit Taurin gebildet werden, einen wesentlich höheren Anteil dieser Aminosäure, um den Verlust mit der Fäzes auszugleichen. Mangelzustände äußern sich im Wesentlichen in zwei klinischen Syndromen. Neben der Möglichkeit der Ausbildung einer dilatativen Kardiomyopathie (DCM oder DKMP) ist dies die zentrale Retinadegeneration der Katze (feline central retinal degeneration, FCRD). Der empfohlene Gehalt an Taurin beträgt 1000 mg pro Kilogramm Trockenfutter und 2500 mg pro Kilogramm Feuchtfutter, wobei sich die unterschiedlichen Angaben im bei Fütterung mit Feuchtfutter erhöhten Bedarf der Tiere begründet.

* Methioninbedarf

Die Aminosäure Methionin kann von Katzen nicht synthetisiert werden und ist daher zum Aufbau von Körperproteinen und zur Phospholipidsynthese im Zuge der Fettverdauung essentiell. Der Bedarf liegt bei etwa 1,6 g pro 1000 kcal verdauliche Energie.

* Nikotinsäure

Es besteht ein hoher Bedarf an Nicotinsäure, da dieses Vitamin durch einen hohen Bedarf an Tryptophan zur Synthese von Picolinsäure sonst nicht ausreichend gebildet werden kann. Praktisch tritt hier jedoch kein Mangel auf, da tierische Gewebe ausreichende Mengen an Nikotinsäure enthalten.

Weitere Inhaltsstoffe

Wie jedes Säugetier benötigen Katzen zur dauerhaften Aufrechterhaltung der Gesundheit Vitamine, Mengenelemente und Spurenelemente. In industriell hergestellten Futtermitteln werden daneben Konservierungsstoffe eingesetzt, um die Haltbarkeit des Produktes zu gewährleisten. Karamelisierter Zucker dient der - ausschließlich für den Katzenhalter bedeutsamen - optischen und geruchlichen Präsentation des Futters.


Artikel Katzenfutter. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. Oktober 2006, 20:25 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Katzenfutter&oldid=23129261


Nahrung : Ausdrucken  Senden
Katzenfutter

Als Katzenfutter wird -zumeist industriell hergestellte - Tiernahrung bezeichnet, welche zur Ernährung von Hauskatzen vorgesehen ist. Das Futtermittel muss speziellen Anforderungen genügen.


Allgemeines

Als strikte Fleischfresser beziehen Katzen einen Großteil ihres Nährstoffbedarfs aus Quellen tierischer Herkunft. Ihr Stoffwechsel weist in diesem Zusammenhang einige Besonderheiten auf. Es besteht die Unfähigkeit, die pflanzliche Vorstufe des Vitamin A (beta-Karotin) in das funktionsfähige Vitamin A umzuwandeln. Die Aminosäuren Taurin, Methionin und Arginin sind für den Katzenorganismus essentiell. Es besteht außerdem ein hoher Bedarf an Nicotinsäure. Weibliche Katzen sind nicht in der Lage, Linolsäure in Arachidonsäure umzuwandeln. Durch hochaktive Enzymsysteme haben Katzen einen hohen Bedarf an Eiweiß. Zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels benötigen sie keine Kohlenhydrate, vielmehr kann Glukose über die Desaminierung spezieller Aminosäuren aus dem Futter gebildet werden.

Entsprechend ihres natürlichen Nahrungsverhaltens (Fangen kleiner Beutetiere) nehmen Katzen bei ständigem Angebot von Futter täglich 10 bis 20 mal Nahrung auf. Der tägliche Energiebedarf einer normalgroßen Hauskatze von knapp vier Kilogramm Gewicht beträgt etwa 300 kcal an umsetzbarer Energie. Auf starke Veränderungen der angebotenen Ration reagieren Katzen unberechenbar. Nahrungsverweigerungen über mehrere Tage sind hierbei recht häufig zu beobachten, wobei speziell bei adipösen Tieren die Gefahr eines Fettmobilisationssyndroms mit schwerwiegenden Stoffwechselstörungen besteht.

Industrielle Katzenfertigfuttermittel werden entweder als Trockenfutter oder als Feuchtfuttermittel angeboten. Sie unterscheiden sich im Wassergehalt. Dieser liegt bei den Trockenfuttermitteln im Bereich von 10 Prozent, während er bei Feuchtfuttermitteln um die 75 Prozent liegt. Daraus resultiert eine wesentlich höhere Energiedichte der Trockenfuttermittel, die folglich in wesentlich kleineren Rationen verfüttert werden müssen. Problematisch an Trockenfuttermitteln ist zudem die Tatsache, dass die bei Katzen ohnehin meist kaum ausreichende Wasseraufnahme noch mehr eingeschränkt wird und das Trockenfutter dem Körper zusätzlich Wasser entzieht.

Futterzusammensetzung:

Kohlenhydrate

Obwohl an sich keine Kohlenhydrate benötigt werden, sind sie doch den meisten Futtermitteln zugesetzt. Ihr Anteil beträgt bei Feuchtfuttern 0 bis 30 Prozent, Trockenfutter enthalten zwischen 30 und 60 Prozent. Den größten Anteil macht hierbei die Stärke aus. Daneben liegen auch unverdauliche Kohlenhydrate im Futter vor, welche als Ballaststoffe von Bedeutung sind. Hauptquelle der verdaulichen Kohlenhydrate sind verschiedene Zubereitungen von Mais, Reis, Weizen, Hafer, Gerste, Möhren, Melasse, Erbsen und Kartoffeln.

Die im Futter vorliegenden Faserstoffe werden aus Rübenschnitzeln, Reiskleie, Apfel- und Tomatentrester, Erdnußschalen, Zitrustrester, Hafer- und Weizenkleie sowie Zellulose gewonnen.

Fette

Bei Katzen ist der benötigte Anteil essentieller Fettsäuren zu beachten. Etwa 5 bis 7 Prozent der Energie des Futters soll hierbei durch Linolsäure gedeckt werden. 0,04 bis 0,1 Prozent der Energie soll auf Arachidonsäure entfallen. Am häufigsten sind Hühner- und Geflügelfette im Katzenfutter enthalten. Pflanzliche Fettquellen stellen Mais-, Saflor- und Sojaöl dar.Üblicherweise liegt der Fettanteil eines Katzenfutters zwischen 5 und 15 Prozent. Infolge der hohen Energiedichte der Fette enthält dieser Nahrungsbestandteil etwa 40 Prozent der Kalorien des Futters.

Proteine

Katzen benötigen wesentlich mehr Proteine als andere domestizierte Haussäugetiere. Experimentell wurde nachgewiesen, dass bei Jungkatzen ein befriedigendes Wachstum erst ab einem Proteingehalt möglich ist, der bei 30 Prozent der Trockensubstanz des Futters liegt. Für erwachsene Tiere liegt dieser Wert etwa bei 26 Prozent. Die in das Futter eingearbeiteten Proteine können sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs sein, wobei die tierischen Proteine als höherwertig eingestuft werden. Häufige tierische Proteinquellen sind: Rind, Huhn, Geflügelnebenprodukte, Geflügelmehl, getrocknete Eier, Fisch, Fischmehl, Fleischmehl, Knochenmehl und Fleischnebenprodukte.

Als "Nebenprodukte" werden Inhaltsstoffe bezeichnet, in die neben dem namensgebenden Hauptinhaltsstoff sekundäre Produkte beigefügt sind (als Geflügelnebenprodukte werden zum Beispiel die Kadaverteile geschlachteten Geflügels bezeichnet, wenn sie Knochen, Köpfe, Füße oder Eingeweide enthalten).

Als pflanzliche Proteinquellen werden verwendet: Maiskleber, Sojaprodukte, Luzernegrünmehl, getrocknete Bierhefe, Leinsamenmehl und Weizenkeime.

* Argininbedarf

Die Aminosäure Arginin ist für Katzen lebenslang essentiell, da sie vom Organismus nicht in ausreichendem Maße synthetisiert werden kann. Neben ihrer Bedeutung für die Neubildung von Proteinen ist sie ein unentbehrlicher Bestandteil des Harnstoffzyklus, der bei Katzen infolge der mit der hohen Proteinverwertung anfallenden großen Menge an Ammoniak ein besonders wichtiger Stoffwechselweg ist. Bereits auf eine einzige argininfreie Mahlzeit reagiert der Katzenorganismus mit einer schweren Hyperammonämie, die über die Symptome Erbrechen, Ataxie, Hyperästhesie und tetanische Krämpfe bis hin zum Koma und Tod führen können. Der Argininbedarf einer jungen Katze beträgt 1,1 Prozent der Trockensubstanz des Futters.

* Taurinbedarf

Katzen sind nur zur Synthese kleiner Mengen an Taurin in der Lage. Diese niedrige de-novo-Synthese ist auch für Menschen, einige Affenarten, Kaninchen und Meerschweinchen bekannt. Dass es bei diesen Arten nicht zu einem Mangel kommt, liegt in ihrem vergleichsweise niedrigen Bedarf begründet. Katzen benötigen infolge der Tatsache, dass ihre Gallensalze ausschließlich mit Taurin gebildet werden, einen wesentlich höheren Anteil dieser Aminosäure, um den Verlust mit der Fäzes auszugleichen. Mangelzustände äußern sich im Wesentlichen in zwei klinischen Syndromen. Neben der Möglichkeit der Ausbildung einer dilatativen Kardiomyopathie (DCM oder DKMP) ist dies die zentrale Retinadegeneration der Katze (feline central retinal degeneration, FCRD). Der empfohlene Gehalt an Taurin beträgt 1000 mg pro Kilogramm Trockenfutter und 2500 mg pro Kilogramm Feuchtfutter, wobei sich die unterschiedlichen Angaben im bei Fütterung mit Feuchtfutter erhöhten Bedarf der Tiere begründet.

* Methioninbedarf

Die Aminosäure Methionin kann von Katzen nicht synthetisiert werden und ist daher zum Aufbau von Körperproteinen und zur Phospholipidsynthese im Zuge der Fettverdauung essentiell. Der Bedarf liegt bei etwa 1,6 g pro 1000 kcal verdauliche Energie.

* Nikotinsäure

Es besteht ein hoher Bedarf an Nicotinsäure, da dieses Vitamin durch einen hohen Bedarf an Tryptophan zur Synthese von Picolinsäure sonst nicht ausreichend gebildet werden kann. Praktisch tritt hier jedoch kein Mangel auf, da tierische Gewebe ausreichende Mengen an Nikotinsäure enthalten.

Weitere Inhaltsstoffe

Wie jedes Säugetier benötigen Katzen zur dauerhaften Aufrechterhaltung der Gesundheit Vitamine, Mengenelemente und Spurenelemente. In industriell hergestellten Futtermitteln werden daneben Konservierungsstoffe eingesetzt, um die Haltbarkeit des Produktes zu gewährleisten. Karamelisierter Zucker dient der - ausschließlich für den Katzenhalter bedeutsamen - optischen und geruchlichen Präsentation des Futters.


Artikel Katzenfutter. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. Oktober 2006, 20:25 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Katzenfutter&oldid=23129261


Futter : Ausdrucken  Senden
Katzenfutter

Als Katzenfutter wird -zumeist industriell hergestellte - Tiernahrung bezeichnet, welche zur Ernährung von Hauskatzen vorgesehen ist. Das Futtermittel muss speziellen Anforderungen genügen.


Allgemeines

Als strikte Fleischfresser beziehen Katzen einen Großteil ihres Nährstoffbedarfs aus Quellen tierischer Herkunft. Ihr Stoffwechsel weist in diesem Zusammenhang einige Besonderheiten auf. Es besteht die Unfähigkeit, die pflanzliche Vorstufe des Vitamin A (beta-Karotin) in das funktionsfähige Vitamin A umzuwandeln. Die Aminosäuren Taurin, Methionin und Arginin sind für den Katzenorganismus essentiell. Es besteht außerdem ein hoher Bedarf an Nicotinsäure. Weibliche Katzen sind nicht in der Lage, Linolsäure in Arachidonsäure umzuwandeln. Durch hochaktive Enzymsysteme haben Katzen einen hohen Bedarf an Eiweiß. Zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels benötigen sie keine Kohlenhydrate, vielmehr kann Glukose über die Desaminierung spezieller Aminosäuren aus dem Futter gebildet werden.

Entsprechend ihres natürlichen Nahrungsverhaltens (Fangen kleiner Beutetiere) nehmen Katzen bei ständigem Angebot von Futter täglich 10 bis 20 mal Nahrung auf. Der tägliche Energiebedarf einer normalgroßen Hauskatze von knapp vier Kilogramm Gewicht beträgt etwa 300 kcal an umsetzbarer Energie. Auf starke Veränderungen der angebotenen Ration reagieren Katzen unberechenbar. Nahrungsverweigerungen über mehrere Tage sind hierbei recht häufig zu beobachten, wobei speziell bei adipösen Tieren die Gefahr eines Fettmobilisationssyndroms mit schwerwiegenden Stoffwechselstörungen besteht.

Industrielle Katzenfertigfuttermittel werden entweder als Trockenfutter oder als Feuchtfuttermittel angeboten. Sie unterscheiden sich im Wassergehalt. Dieser liegt bei den Trockenfuttermitteln im Bereich von 10 Prozent, während er bei Feuchtfuttermitteln um die 75 Prozent liegt. Daraus resultiert eine wesentlich höhere Energiedichte der Trockenfuttermittel, die folglich in wesentlich kleineren Rationen verfüttert werden müssen. Problematisch an Trockenfuttermitteln ist zudem die Tatsache, dass die bei Katzen ohnehin meist kaum ausreichende Wasseraufnahme noch mehr eingeschränkt wird und das Trockenfutter dem Körper zusätzlich Wasser entzieht.

Futterzusammensetzung:

Kohlenhydrate

Obwohl an sich keine Kohlenhydrate benötigt werden, sind sie doch den meisten Futtermitteln zugesetzt. Ihr Anteil beträgt bei Feuchtfuttern 0 bis 30 Prozent, Trockenfutter enthalten zwischen 30 und 60 Prozent. Den größten Anteil macht hierbei die Stärke aus. Daneben liegen auch unverdauliche Kohlenhydrate im Futter vor, welche als Ballaststoffe von Bedeutung sind. Hauptquelle der verdaulichen Kohlenhydrate sind verschiedene Zubereitungen von Mais, Reis, Weizen, Hafer, Gerste, Möhren, Melasse, Erbsen und Kartoffeln.

Die im Futter vorliegenden Faserstoffe werden aus Rübenschnitzeln, Reiskleie, Apfel- und Tomatentrester, Erdnußschalen, Zitrustrester, Hafer- und Weizenkleie sowie Zellulose gewonnen.

Fette

Bei Katzen ist der benötigte Anteil essentieller Fettsäuren zu beachten. Etwa 5 bis 7 Prozent der Energie des Futters soll hierbei durch Linolsäure gedeckt werden. 0,04 bis 0,1 Prozent der Energie soll auf Arachidonsäure entfallen. Am häufigsten sind Hühner- und Geflügelfette im Katzenfutter enthalten. Pflanzliche Fettquellen stellen Mais-, Saflor- und Sojaöl dar.Üblicherweise liegt der Fettanteil eines Katzenfutters zwischen 5 und 15 Prozent. Infolge der hohen Energiedichte der Fette enthält dieser Nahrungsbestandteil etwa 40 Prozent der Kalorien des Futters.

Proteine

Katzen benötigen wesentlich mehr Proteine als andere domestizierte Haussäugetiere. Experimentell wurde nachgewiesen, dass bei Jungkatzen ein befriedigendes Wachstum erst ab einem Proteingehalt möglich ist, der bei 30 Prozent der Trockensubstanz des Futters liegt. Für erwachsene Tiere liegt dieser Wert etwa bei 26 Prozent. Die in das Futter eingearbeiteten Proteine können sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs sein, wobei die tierischen Proteine als höherwertig eingestuft werden. Häufige tierische Proteinquellen sind: Rind, Huhn, Geflügelnebenprodukte, Geflügelmehl, getrocknete Eier, Fisch, Fischmehl, Fleischmehl, Knochenmehl und Fleischnebenprodukte.

Als "Nebenprodukte" werden Inhaltsstoffe bezeichnet, in die neben dem namensgebenden Hauptinhaltsstoff sekundäre Produkte beigefügt sind (als Geflügelnebenprodukte werden zum Beispiel die Kadaverteile geschlachteten Geflügels bezeichnet, wenn sie Knochen, Köpfe, Füße oder Eingeweide enthalten).

Als pflanzliche Proteinquellen werden verwendet: Maiskleber, Sojaprodukte, Luzernegrünmehl, getrocknete Bierhefe, Leinsamenmehl und Weizenkeime.

* Argininbedarf

Die Aminosäure Arginin ist für Katzen lebenslang essentiell, da sie vom Organismus nicht in ausreichendem Maße synthetisiert werden kann. Neben ihrer Bedeutung für die Neubildung von Proteinen ist sie ein unentbehrlicher Bestandteil des Harnstoffzyklus, der bei Katzen infolge der mit der hohen Proteinverwertung anfallenden großen Menge an Ammoniak ein besonders wichtiger Stoffwechselweg ist. Bereits auf eine einzige argininfreie Mahlzeit reagiert der Katzenorganismus mit einer schweren Hyperammonämie, die über die Symptome Erbrechen, Ataxie, Hyperästhesie und tetanische Krämpfe bis hin zum Koma und Tod führen können. Der Argininbedarf einer jungen Katze beträgt 1,1 Prozent der Trockensubstanz des Futters.

* Taurinbedarf

Katzen sind nur zur Synthese kleiner Mengen an Taurin in der Lage. Diese niedrige de-novo-Synthese ist auch für Menschen, einige Affenarten, Kaninchen und Meerschweinchen bekannt. Dass es bei diesen Arten nicht zu einem Mangel kommt, liegt in ihrem vergleichsweise niedrigen Bedarf begründet. Katzen benötigen infolge der Tatsache, dass ihre Gallensalze ausschließlich mit Taurin gebildet werden, einen wesentlich höheren Anteil dieser Aminosäure, um den Verlust mit der Fäzes auszugleichen. Mangelzustände äußern sich im Wesentlichen in zwei klinischen Syndromen. Neben der Möglichkeit der Ausbildung einer dilatativen Kardiomyopathie (DCM oder DKMP) ist dies die zentrale Retinadegeneration der Katze (feline central retinal degeneration, FCRD). Der empfohlene Gehalt an Taurin beträgt 1000 mg pro Kilogramm Trockenfutter und 2500 mg pro Kilogramm Feuchtfutter, wobei sich die unterschiedlichen Angaben im bei Fütterung mit Feuchtfutter erhöhten Bedarf der Tiere begründet.

* Methioninbedarf

Die Aminosäure Methionin kann von Katzen nicht synthetisiert werden und ist daher zum Aufbau von Körperproteinen und zur Phospholipidsynthese im Zuge der Fettverdauung essentiell. Der Bedarf liegt bei etwa 1,6 g pro 1000 kcal verdauliche Energie.

* Nikotinsäure

Es besteht ein hoher Bedarf an Nicotinsäure, da dieses Vitamin durch einen hohen Bedarf an Tryptophan zur Synthese von Picolinsäure sonst nicht ausreichend gebildet werden kann. Praktisch tritt hier jedoch kein Mangel auf, da tierische Gewebe ausreichende Mengen an Nikotinsäure enthalten.

Weitere Inhaltsstoffe

Wie jedes Säugetier benötigen Katzen zur dauerhaften Aufrechterhaltung der Gesundheit Vitamine, Mengenelemente und Spurenelemente. In industriell hergestellten Futtermitteln werden daneben Konservierungsstoffe eingesetzt, um die Haltbarkeit des Produktes zu gewährleisten. Karamelisierter Zucker dient der - ausschließlich für den Katzenhalter bedeutsamen - optischen und geruchlichen Präsentation des Futters.


Artikel Katzenfutter. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. Oktober 2006, 20:25 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Katzenfutter&oldid=23129261


geschlecht : Ausdrucken  Senden
Leider sehen sich junge Kater und Katzen noch sehr ähnlich. Die Hoden, die später als kleine Bällchen deutlich sichtbar werden, sind noch nicht zu erkennen. Statt dessen sieht man unter dem After bei Weibchen und Männchen ein Loch, der kleine Penis ist ebenfalls verborgen. Zum Bestimmen des Geschlechts ist es sinnvoll, die Form des Lochs und den Abstand zum After zu vergleichen. Ist das Loch spaltförmig und nahe am After, so handelt es sich um eine Katze. Ein weiter vom After entferntes rundes Loch, indem sich vielleicht der kleine Penis entdecken läßt, weist einen Kater aus. Um sicher zu gehen, sollten Sie die Geschlechtsöffnungen der Tiere vorsichtig auseinander ziehen und miteinander vergleichen. Kater mit dem Namen Susi oder Lola beweisen, daß nicht jeder eine solche Untersuchung vorgenommen hat. Einfach hat man es dagegen, wenn man auf einen Katzenwelpen stößt, der drei Farben hat. Dreifarbige Katzen sind bis auf ganz wenige Ausnahmen, die auf eine Störung im Erbmaterial zurückzuführen sind, immer weiblich. Übrigens gelten dreifarbige Katzen als Glücksbringer. Rote Tiere sind mit hoher Wahrscheinlichkeit männlich.

aus Hobbythek: Thema Katzen Hobbytip Nr. 272


akzessorische Geschlechtsdrüsen : Ausdrucken  Senden
Nur Kater haben akzessorische
Geschlechtsdrüsen. Mit ihnen wird eine Flüssigkeit produziert, die, wie auch die Spermien, Bestandteil des Ejakulats sind.


Abortus : Ausdrucken  Senden
Der Begriff Abortus bezeichnet eine Fehlgeburt.


Vollgeschwister : Ausdrucken  Senden
Vollgeschwister = Wurfgeschwister/ auch Geschwister aus weiteren Würfen mit gleichen Eltern


Freigang : Ausdrucken  Senden
Freigang:

Nich jede Katze wird ausschließlich im Haus gehalten. Sogenannte "Freigänger" haben die Möglichkeit, hinauszugehen. Manchmal wird ihnen eine sogenannte Katzenklappe zur Verfügung gestellt, eine kleine Klappe, die z.B. in die Haustür eingebaut wird, so dass die Katze ohne Hilfe hinein und hinaus gelangen kann.

Zu beachten ist, dass Katzen, die nach draußen dürfen, im Gegensatz zu reinen Wohnungskatzen zusätzlichen Gefahren ausgesetzt sind (Verkehr, Jäger, etc.). Daher sollte man alle Vor- und Nachteile des Freiganges abwägen.


Das Glossary/Wörterbuch 1.7 für E-Xoops wurde erstellt durch Pascal Le Boustouller
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