Schon häufig hat man davon gehört, dass sich Katzenschnurren positiv auf die Knochen auswirkt, nicht von ungefähr kommt der Spruch "Sperr eine Katze und ein paar Knochen in einen Raum, und die Knochen werden heil."
Bei Untersuchungen des Fauna Communications Research Institute fand man zwischen 1999 und 2001 heraus, das Katzen seltener kranke Knochen und Muskeln haben als andere Haustiere, sie hatten weniger Knochentumore und litten seltener an Zellsterben im Herzmuskel.
Man fand heraus, dass sowohl Haus- als auch Wilkatzen im Frenquenzbereich von 20-50 Hertz schnurren, und genau diese Frequenz sei es, die Knochen wachsen lässt, so Clinton Rubin, Prof. f. biomedizinische Technologie an der Stony Brook Universitz, New York.
In Versuchen wurden Schafe, Truthähne und Pferde dieser Frequenz ausgesetzt. Da lebendige Katzen für die Studien unpraktibel waren , baute Rubin eine Platte, die wie eine Katze genau im Schurrrythmus vibrierte (20-50 mal pro Sekunde) und stellte die Versuchstiere 5 Tage pro Woche für 20 Minuten darauf. Ergebnis: Innerhalb eines Jahres verdichtete sich die Knochendichte der Versuchtiere bis zu 32%, erkennbar an der Bällchenstruktur in Röntgenaufnahmen.
Danach wurden auch Studien an Menschen durchgeführt, die sich täglich auf die Platte stellten, so 32 Frauen nach der Menopause (besonderes Risiko für Osteoporose). Nach einem Jahr war die Knochendichte der Frauen um mehr als 3% gewachsen. Bei einer Studie mit jüngeren Frauen (16-20) Jahre wuchsen nicht nur Knochen, sondern auch Muskeln um durchschnittlich 5%.
Die Schnurrfrequenz spricht die um den Knochen liegenden Muskeln an. Ein Beispiel dafür sind Bären, die während ihres 6-Monatigen Winterschlafs keine Muskeln abbauten, obwohl sie sich nicht bewegten. Man fand heraus, dass die Skelettmuskulatur der Bären in bestimmten Intervallen vibrierte.
Daraufhin untersuchte Rubin, ob es Muskeln gäbe, die bei 20-50 Hertz zuckten und fand die sogenannten Typ2A-Muskeln. Die mikroskopisch kleinen Fasern an Organen und Knochen vibrierten ständig, 20-50 mal pro Sekunde.
Durch dieses Zucken reizen die Typ2A-Muskeln den Knochen zum Wachsen. Durch das Zucken wird der Baustein der Knochen, Kalzium, zusammengefügt. Das Zucken lässt jedoch mit dem Alter bei Mensch unt Tier nach, der Knochen baut ab, weil die Zellen ihn nicht mehr reizen und so kein Kalzium mehr eingelagert wird.
Jetzt kommt die Katze ins Spiel: Durch das Schnurren werden die Typ2A-Muskeln angeregt, wieder aktiv zu werden, messbar an Körpervibrationen. Der Augapfel schwingt zum Beispiel mit 10-20 Hertz. Die Schwingungen ändern sich, wenn der Körper krank wird, dadurch entsteht eine Blockade. Diese lösen sich, wenn man die Körperteile mit Schwingungen in ihrer ursprünglichen Frequenz beschallt (Peter Triedl, Klangtherapeut aus Kufstein,Tirol).
Rüttelmaschinen, wie es sie in Sportcentern gibt und sportliche Aktivität bringen dagegen nur bedingt etwas, da die winzigen Muskeln auf die groben Bewegungen nicht ansprechen und die Frequenz der Rüttelmaschinen bis zu 35 mal höher liegt als die Katzenschnurrfrequenz.
Rubis Platte wurde inzwischen auch bei Astronauten eingesetzt, die durch die Schwerelosigkeit im All normalerweise unter Muskelschwund leiden. Bei einer Anwendung von 20 Minuten pro Tag mit einem Gummiband festgezurrt behielten die Astronauten in der Schwerelosigkeit ihre ursprüngliche Knochendichte bei.
Quellenangabe: Wagner, Patricia: Welch eine Schnurre. In: Cavallo März 2007. S.154-159